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Die Herstellung von hochfesten und gleichzeitig sehr leichten Produkten aus Kohlenstofffaserkunststoff (CFK) hat sich in den letzten Jahren für viele Firmen zu einer notwendigen Kernkompetenz gegenüber den Wettbewerbern entwickelt. Neben der Luft- und Raumfahrt-Branche, die derzeit der Hauptanwender der Technologie ist, steigt auch in vielen anderen Industriebranchen, wie beispielsweise der Automobil- und der Sportgeräteindustrie, die Bedeutung des Fertigungs-Know-Hows bei CFK Produkten.
Trotz der dargestellten Vorteile von CFK-Werkstoffen sowie einer erhöhten Relevanz in der Verwendung limitieren derzeit vor allem die hohen Fertigungskosten eine weitere Verbreitung sowie einen effizienter Einsatz derartiger Strukturen. Besonders die Anwendung der konventionellen Prepreg-Autoklav-Technik, bei welcher ein mit duroplatischem Harz vorimprägniertes Faserhalbzeug (prepreg) nach dem Konfektionieren in Autoklaven unter Besaufschlagung mit Druck und Temperatur ausgehärtet wird und mit welcher derzeit ca. 80 bis 90% der CFK-Strukturen hergestellt werden, führt zu hohen Investitions-, Halbzeug- und Lagerungskosten (z.B. Kühlung) und beeinflusst deshalb die Kostensituation negativ. Vor diesem Hintergrund haben in den vergangenen Jahren innovative Injektionsverfahren stark an Bedeutung gewonnen. Hierbei werden nicht-vorimprägnierte, trockene, formlabile CFK-Textilien zu sogenannten Vorformlingen (preform) verarbeitet und anschließend in speziellen Verfahren mit Harz infiltriert. Die Herstellung von CFK-Strukturen mittels derartiger Technologien ist derzeit jedoch noch stark von manuellen Arbeitsschritten geprägt, was positive Kosteneffekte durch preiswertere Halbzeuge und günstigere Lagerungs- sowie Prozesskosten relativiert (siehe Abbildung).

Daher ergibt sich neben weiteren Aspekten hinsichtlich Qualitätssicherung und Prozessverkettung der Wunsch nach einer umfassenden Automatisierung der einzelnen Fertigungsschritte. Vor allem das Absortieren der Zuschnitte aus trockenen CFK-Textilien vom Schneidtisch sowie deren Ablage in die Legeform (Drapieren) zur Erzeugung des Vorformlings stehen hier im Fokus der Bestrebungen.
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Im Projekt "Automatisiertes Konfektionieren von trockenen CFK-Textilien in 3D-Formwerkzeuge" beschäftigt sich das iwb Anwenderzentrum Augsburg in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft daher mit der Entwicklung eines Handhabungskonzeptes für die Produktion von CFK Bauteilen mittels intelligenter Mikrosystemtechnik. Der Fokus der Untersuchungen liegt dabei auf den Prozessen des Handhabens von großflächigen, trockenen CFK-Textilien. Die ausgewählten Bauteile sind durch große Abmessungen sowie dreidimensionale Freiformflächen gekennzeichnet. Im Rahmen des Projektes werden daher Robotersysteme mit
- einem flächigen Handhabungswerkzeug zum Absortieren (Entfernen der Zuschnitte vom Schneidtisch) der CFK-Textilien nach dem Schneidprozess und dem innerbetrieblichen Transport von großflächigen, trockenen CFK-Textilien und
- einem formflexiblen Legewerkzeug zum automatisierten (Ein)Legen von großflächigen, trockenen CFK-Textilien in dreidimensionale Formwerkzeuge entwickelt.
Beide Roboterwerkzeuge enthalten Mikrosensoren und -aktoren für das intelligente Erkennen, Greifen, Halten und Positionieren der CFK-Textilien.
Durch die prototypische Umsetzung einer automatisierten Technologie zum Handhaben und Legen der formlabilen CFK-Textilien wird somit auf Basis industrienaher Prozessanforderungen die grundlegende Systemtechnik entwickelt.
Projektstuktur und Partner

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Die prototypische Umsetzung des automatisierten Handhabens und Legens erfolgt anhand einer entsprechenden Versuchsumgebung am iwb Anwenderzentrum Augsburg und beinhaltet folgende Vorgehensweise:
- Anforderungsermittlung und -strukturierung
- Entwurf der Wirkprinzipien zum Greifen und Verformen der CFK-Textilien
- Konzeption, Entwicklung und Realisierung der Roboterwerkzeuge
- Entwicklung einer geeigneter Steuerungsarchitektur sowie Realisierung und Vernetzung der Teilmodule
- Aufbau und Inbetriebnahme der prototypischen Versuchsumgebung
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laufend
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10/2007-09/2010
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27.10.2008
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Premium AEROTEC GmbH, Eurocopter Deutschland GmbH, IMA Ingenieurbüro A. Abele + Partner, KUKA Roboter GmbH, Lehrstuhl für Softwaretechnik und Programmiersprachen (LSP) der Universität Augsburg, TopCut GmbH
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Freistaat Bayern, Europäische Union, Projektträger: VDI/VDE-IT
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| Suche |
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Ehinger, Claudia, M.Sc. (TUM), Dipl.-Ing. (FH) |
Tel.: (0821) 56 88 3 - 36
Fax.: (0821) 56 88 3 - 50
E-Mail: Claudia.Ehinger
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