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Aufgrund der stetig steigenden Variantenvielfalt, der immer geringeren Produktlebenszyklen und der sinkenden Prognosesicherheiten moderner Produkte müssen Produktionsanlagen heute neben einer großen Stückzahl auch eine hohe Flexibilität garantieren. Den Erfolgen der Flexibilisierung im Bereich der Montageautomaten folgend müssen zukünftig auch die Anlagen der Zuführtechnik flexibler und zugleich leistungsfähiger gestaltet werden. Darüber hinaus müssen moderne Zuführsysteme auch eine geringe Störanfälligkeit und eine schonende Bauteilhandhabung aufweisen.
Vor diesem Hintergrund wurde in einem von der AiF geförderten Projektes ein flexibles, modulares Zuführsystem (Abbildung 1) entwickelt, das auf dem heute weit verbreiteten Vibrationswendelförderer (VWF) aufbaut. VWF sind kostengünstig, Platz sparend und zudem durch den Betrieb in Eigenfrequenz auch sehr energieeffizient. Das neue Zuführsystem verbindet diese Vorteile mit einer hohen Flexibilität durch den Austausch von Ordnungsschikanen an Standard-Schnittstellen, einer schonenden Teilezuführung, einer zuverlässigen Orientierung auch an kleinen Ordnungsmerkmalen und einer erhöhten Ausbringleistung.
Dabei werden die Ordnungsschikanen beim neuen System auf einem Ordnungsring angebracht, der um den VWF angeordnet ist und einen separaten Antrieb aufweist. Die Bauteile in Falschlagen werden beim Aussortieren in der Schlüsselschikane aktiv in die Wunschlage gedreht und nach einem Ringumlauf mit den Bauteilen aus dem VWF zusammengebracht. Während der zusätzliche Antrieb die Schwingungsabstimmung erschwert und deshalb derzeit teure Frequenzregelgeräte eingesetzt werden, kommt es bei der Bauteilzusammenführung bei verschiedenen Bauteilgeometrien verstärkt zu Verklemmern.

Abbildung 1: Flexibles modulares Zuführsystem
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