Ausgangssituation
Der Karosseriebau der Automobilindustrie ist durch hochautomatisierte mechatronische Produktionssysteme gekennzeichnet. Diese setzen sich im Regelfall aus einer zentralen Steuerung, mehreren dezentralen Fixiereinrichtungen sowie Roboter für das Transportieren und das Fügen von Bauteilen zusammen. Wie die gesamte Fertigung unterliegt der Karosseriebau einem zunehmenden Kostendruck und der Anforderung, eine erhöhte Anzahl von Produktvarianten zu bewältigen. Daher sehen aktuelle Konzepte längere Anlagenlaufzeiten bei einer gleichzeitigen Steigerung der Typ- und Stückzahlflexibilität vor. Vor diesem Hintergrund stellen die konkurrierenden Lebenszyklen von Produkt, mechanischem Anlagenaufbau und steuerungstechnischer Hard- und Software eine wesentliche Herausforderung der Zukunft dar.
Ziele
Ziel des Projektes ist die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen in den Bereichen Investitions- und Betriebskosten, Anlagenqualität und Entwicklungszeit. Erreicht wird dies durch die Definition zukunftsfähiger Steuerungstechnikkonzepte und zugehöriger Entwicklungsprozesse in der Anlagentechnik unter Berücksichtigung konkurrierender Lebenszyklen.
Vorgehensweise
Das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) entwickelt im Rahmen eines Verbundpromotionsprojektes in Zusammenarbeit mit der BMW AG neue Steuerungstechnikkonzepte für Produktionssysteme im Karosseriebau. Zudem werden Unternehmensprozesse für Anlagenplanung und Konstruktion und die Zusammenarbeit mit externen Anlagenlieferanten optimiert. Innovative Engineering-Methoden und Simulationsverfahren für die Unterstützung der Phasen Planung, Konstruktion, Inbetriebnahme und Instandhaltung der Steuerungstechnik werden dabei intelligent verknüpft und in einem Unternehmensstandard für Anlagentechnik abgebildet.
Status laufend
Laufzeit 11/2007 - 11/2010
Partner BMW AG