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Home Forschung am iwb Themengruppen Montagetechnik Präzisionsmontage ForPhoton - Entwicklung eines flexiblen, automatisierten 3D Mikromontagesystems für Klein- und Mittelserien
ForPhoton - Entwicklung eines flexiblen, automatisierten 3D Mikromontagesystems für Klein- und Mittelserien

Ausgangssituation

Die Miniaturisierung von Produkten bei stetig steigendem Funktionsumfang verlangt zunehmend nach Mikrosystemkomponenten hoher Komplexität. Der wachsende Integrationsgrad der Mikrosysteme resultiert in Anforderungen an die Mikrokomponenten, die nicht mehr mit einer SMD gerechten 2,5 D Schichtbauweise erfüllt werden können. Durch die Entwicklung dreidimensionaler Systeme entstehen neue technische Herausforderungen im Bereich der automatisierten Montage. Die heute weit verbreitete manuelle Montage von Mikrosystemkomponenten ist ab bestimmten Produktionsmengen wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Gleichzeitig lohnen sich proprietäre Insellösungen nur für sehr hohe Stückzahlen. Für eine rentable Montage im Bereich der Klein- und Mittelserien müssen daher flexible, voll 3D fähige, automatisierte Montagestationen entwickelt werden.

Ziel des Projektes

Ziel des iwb im Forschungsverbund ist die Enwicklung eines flexiblen, automatisierten Montagesystems für Mikrosystemkomponenten. Die dreidimensionale, hochgenaue Handhabung von MST Komponenten sowie eine produktunabhängige, multifunktionale Bauweise der Montageanlage stehen im Vordergrund der Forschungsarbeiten.

Vorgehensweise

Im Zuge des Forschungsprojektes ForPhoton wird am iwb ein flexibles, automatisiertes 3D-Montagesystem entwickelt. Um die hohen Anforderungen bezüglich Positioniergenauigkeit und 3D-Handhabung korrekt abbilden zu können, wird ein Prototyp zur Montage einer Strahlumlenkeinheit für Laservibrometer aufgebaut.

Die Herstellung der Strahlführungseinheit erfordert die Montage eines Messlasers und zweier Einachs-Mikrospiegel (Abbildung 1) an einen Kunsstoffträger. Aufgrund des dreidimensionalen Strahlengangs müssen die Mikrospiegel ebenfalls dreidimensional gehandhabt und relativ zur Trägerstruktur positioniert werden. Die Funktionsweise der Strahlumlenkeinheit erfordert dabei eine präzise Ausrichtung der Spiegel zum Messlaser mit einer Genauigkeit von ca. 10 μm. 

          CAD Modell eines beweglichen Mikrospiegels
  • Abbildung 1: CAD-Modell eines beweglichen Mikrospiegels
Durch Detektion des von den Mikrospiegeln reflektierten Laserstrahls soll eine Inline-Justage der Mikrospiegel während des Montageprozesses realisiert werden. Wird der Mikrospiegel bei der Positionierung ausgelenkt, lässt sich durch Erkennung des Reflexionsmusters die exakte Position des Spiegels berechnen. Erfasst wird das Muster über einen CCD-Sensor. Abbildung 2 zeigt schematisch das Konzept der Positionsbestimmung.
MeMo Mikrospiegel
  • Abbildung 2: Konzept zur Positionsbestimmung mikrooptischer Spiegel

Hierzu soll eine technologische und datentechnische Architektur konzipiert werden, die den Zusammenschluss von Produkt (Mikroprojektor) und Montagesystem ermöglicht. In der Themengruppe Montagesystemtechnik des iwb wurde die Strategie MeMo (Mechatronische Montage) entwickelt, die das mechatronische Produkt und seine Komponenten (Sensoren, Aktoren, Software) aktiv in den eigenen Montageprozess einbezieht. Hierbei bildet das Produkt mit dem Montagesystem eine Einheit, in der beide Teilsysteme miteinander über eine Kommunikationsschnittstelle in Kontakt stehen (Abbildung 3). Die Effizienz der automatisierten Montage mechatronischer Produkte kann durch die Anwendung dieser Strategie entscheidend gesteigert werden.


MeMo Engl

  • Abbildung 3: Zusammenschluss von Produkt und Montagesystem durch Anwendung der Strategie MeMo
Status laufend

Laufzeit 03/2007-09/2009

Letzte Aktualisierung 09.07.2007

Partner Fraunhofer IZM, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg,
FH Nürnberg, Amitronics Angewandte Mikromechatronik GmbH


Förderer Bayerische Forschungsstiftung

Weiterführende Links

http://www.abayfor.de/fv/forphoton/de/index.php



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Kontakt
Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften Technische Universität München

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